Selbstfürsorge

Angst vor Corona – wie du jetzt gut für dich sorgen kannst

Es war absehbar, aber dennoch ist die Realität um einiges erschreckender, als sich die meisten von uns haben vorstellen können. Corona breitet sich aus. Die Konsequenzen sind heftig: die Schulen und Kindergarten haben geschlossen. Viele Menschen können nicht mehr zur Arbeit. Veranstaltungen müssen abgesagt werden und die Freizeitgestaltung bietet kaum mehr Möglichkeiten. Schwimmbäder haben genauso geschlossen, wie Vereine, Fitnesscenter, Einkaufspassagen und Spielplätze. In einigen Landkreisen gibt es sogar eine Ausgangsbeschränkung. Dazu kommt die bange Frage: habe ich mich schon angesteckt? Was wird mit meinen Familienmitgliedern passieren, die zur Risikogruppe gehören?

All das macht Angst und ich weiß, dass es sehr schwer ist, sich von der allgemeinen Panik nicht anstecken zu lassen. Doch Panik führt zu noch mehr Panik und damit ist kaum jemanden geholfen. Als Alternative könnten wir uns wieder mehr auf uns konzentrieren. Wie das gehen soll? Ganz einfach!


Vermeide angsteinflößende Nachrichten

Natürlich ist es wichtig, in Krisenzeiten auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Du entscheidest jedoch, welche Informationsquellen du nutzt. Lässt du dich von immer schlimmeren Horrornachrichten in der Klatschpresse verrückt machen oder nutzt du rein informelle Quellen, wie z.b. die des Bundesministeriums? Lässt du dich von der Panikmache in den sozialen Medien anstecken oder meidest du sie? Die Entscheidung liegt bei dir. Mache dir aber bewusst, dass sie dein Wohlbefinden beeinflussen wird.


Unternimm etwas, das dir gut tut

Die Welt scheint sich in Zeiten von Corona langsamer zu drehen. Das bedeutet, dass du sicher auch mehr Zeit für die Dinge hast, die dir Freude machen. Erinnerst du dich an die vielen Sachen die du schon lange machen möchtest? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Du kannst malen, kochen nähen, schreiben oder Pancakes backen. Was macht dir Spaß?


Corona gut für dich sorgen
Sorge in Zeiten von Corona gut für dich


Nimm dir Zeit für deine Familie

Wohl zu kaum einer anderen Zeit waren Familien so lange gemeinsam zu Hause. Selbst im Urlaub ist der Tag oft mit Unternehmungen gefüllt und man kann sich aus dem Weg gehen. Das ist momentan jedoch kaum möglich.

Den ganzen Tag beisammen zu sein, kann eine echte Herausforderung sein. Schnell liegen die Nerven blank. Die Kinder streiten, der Partner nervt und leider gibt es kaum eine Ablenkung. Was bleibt sind Freiräume, die wir uns gegenseitig schenken können. Jeder hat das Recht, sich in sein Zimmer zurückzuziehen und dort ungestört zu sein. Es sind Kompromisse nötig, die besprochen werden sollten. Wer darf z.b. wann seine Lieblingsmusik im Wohnzimmer hören? Wer bestimmt, welche Fernsehsendung geschaut wird? Wer hilft wie im Haushalt? Absprachen sind auch in einer Familie wichtig und vielleicht ergeben sich auf diesem Weg ganz viele neue Ideen, die auch noch nach Corona Bestand haben werden.

Nutz die gemeinsame Zeit aber auch, um deine Familie zu genießen! Spielt Brettspiele, bastelt, werdet kreativ und redet vor allem wieder mehr miteinander. Was beschäftigt die Kinder oder den Partner? Wie empfindet ihr die aktuelle Situation? Was ist eigentlich aus dem Streit mit der besten Freundin der Tochter geworden? Möchte der Sohn noch immer Profihandballer werden? Wie sieht es mit eurer Partnerschaft aus? Jetzt ist der Raum dafür da, um sich auszutauschen, um einander wieder richtig zuzuhören und um zu schauen, wohin die Wege in der nächsten Zeit gehen sollen.


Sorge weiterhin für einen festen Tagesrhythmus

Viele Menschen arbeiten momentan im Home-Office. Dazu kommen die Kinder, die nicht zur Schule oder in den Kindergarten können. Ganz schnell haben sich Faulenzertage eingeschlichen und die Tagesstruktur ist vollkommen durcheinander. Wenn du damit gut umgehen kannst, gibt es dagegen nichts einzuwenden. Wenn du aber zu den Menschen gehörst, die mit unstrukturierten Tagen nicht umgehen können, empfehle ich dir, weiterhin für den gewohnten Tagesablauf zu sorgen. Stell dir morgens den Wecker, geh ins Bad, frühstücke und starte dann ins Home-Office.

Ähnlich habe ich die Tage auch für meine beiden Schulkinder strukturiert. Wir stehen weiterhin früh auf, frühstücken und starten dann mit dem Hausaufgaben. Das hilft den Kindern, aber auch mir, denn es erspart lange Diskussionen, wann die Aufgaben gemacht werden sollen. Stattdessen habe die Kinder all ihre Verpflichtungen am Vormittag erledigt und den restlichen Tag Freizeit. Anders herum würde es natürlich auch gehen, aber ich weiß, dass es viel schwerer ist, am Nachmittag mit dem Lernen anzufangen.


Geh in die Natur

Es ist Frühling und vor lauter Corona geht eine wunderbare Jahreszeit fast ungesehen an uns vorbei. Doch das muss nicht sein! Setz dich auf den Balkon, geh in den Wald, trink im Garten Kaffee, spiel mit den Kindern in der Sonne auf dem Hof oder mach einen Spaziergang über das Feld. Tank Sonne, lausch den Vögeln, fotografier Frühlingsblumen, pflück Bärlauch und den ersten Löwenzahn, lauf barfuß über die Wiese oder schließ einfach nur die Augen und atme tief die Frühlingsluft ein. All das wird deinem Körper und deiner Seele gut tun.


Mach das Beste aus der Situation! Irgendwann wird die Zeit mit Corona überstanden sein. Bis dahin denk an das Händewaschen, sorg gut für dich und bleib gesund!


Herzliche Grüße von

Tanja

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