Kreativ & Selbstgemacht

Das besondere Geschenk: gemeinsame Zeit im Adventskalender

Weißt du schon, welchen Adventskalender du dieses Jahr verschenken wirst? Wie wäre es mit gemeinsamer Zeit im Adventskalender?

In den ersten Jahren als Mutter fühlte ich mich bei dieser Frage regelrecht überfordert und unter Stress gesetzt. Ist es schon wieder soweit? Welchen Adventskalender kaufe ich dieses Mal? Hilfe!

Dabei hatte ich von Anfang an nur zwei Kriterien: der Kalender sollte zum einen mit sinnvollen Geschenken befüllt sein, mit denen die Kindern länger als 5 Minuten spielen, und er sollte zum anderen bezahlbar sein.

Vom reinen Schokoladenkalender, über den Wandkalender, der nur noch gefüllt werden musste, bis hin zum fertigen Kalender verschiedener Spielzeughersteller, hatten wir hier schon alle erdenkliche Varianten.


Keine war für mich wirklich zufriedenstellend. Dafür gab es verschiedene Gründe:

  • Der Preis für einen fertigen Kalender steht für mich in keinem Verhältnis. Durchschnittlich kostet ein fertig befüllter Kalender 20-30 Euro. Bei zwei Kindern ergibt das 40 – 60 Euro. Und das nur für einen Adventskalender! Weihnachten kommt schließlich erst noch.
  • Meistens gefällt mir und/oder den Kindern nicht der gesamte Inhalt. Da gibt es zwei oder drei tollen Sachen. Der Rest ist unnötiger Kleinkram, der ganz schnell in irgendwelchen Ecken des Kinderzimmers verschwindet oder schon nach dem ersten Spielen kaputt ist.
  • Ich möchte, dass meine Kinder den eigentlichen Sinn des Adventskalenders und der Vorweihnachtszeit begreifen. Mir geht es nicht darum, dass sie jeden Tag möglichst tolle Geschenke abzustauben. Ich möchte, dass sie sehen, wie viele Tage es noch bis Weihnachten dauert und ihre Vorfreude auf den Heiligen Abend steigern.


Adventszeit bedeutet Stress


Irgendwann beschloss ich, dass mir meine Nerven zu schade sind, um sie mir von der Adventskalenderfrage rauben zu lassen. Der Advent ist auch so schon stressig genug. Da gibt es die unzählige Weihnachtsfeiern, Geschenke wollen besorgt und Plätzchen gebacken werden. Auf der Arbeit herrscht Stress, weil vor den Feiertagen noch einiges erledigt werden muss und dann wären da ja noch die Spendenaktion für arme Kinder, der Adventskaffee mit der Freundin und ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt wäre auch nett.

Genau hier kommt der Adventskalender wieder ins Spiel. Was hälst du davon, ihn dieses Jahr mit wertvollen Zeitgeschenken für deine Liebsten zu füllen? Mit wertvollen Erinnerungen, an die ihr noch lange zurückdenkt?

Wie wäre es, wenn du deinen Kindern zeigst, dass man auch eine tolle Adventszeit ohne übermäßigen Konsum verbringen kann, aber dafür mit gemeinsamer Zeit? 

Klopft dein Herz vor Aufregung schneller? Mir ging es so, als mir diese Gedanken kamen. Ich spürte, dass es es genau das war, wonach ich in den letzten Jahren gesucht hatte.

Seit dieser Erkenntnis bastele ich unsere Adventskalender selbst und fülle sie mit wertvollen Zeitgeschenken! Dadurch habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: wir verbringen als Familie gemeinsame Zeit und erleben gleichzeitig all die Dinge, die zu einer rundum schönen Adventszeit gehören. Hört sich gut an, oder?

Vielleicht fragst du dich aber nun, was du alles in einen solchen Kalender füllen kannst. Vier oder fünf Sachen fallen einem immer ein, doch was ist mit den anderen 20 Tagen?

Keine Sorge! Du kannst ganz entspannt sein! Ich habe in den letzten Jahren eine ganze Menge an Ideen gesammelt. Da ist für jeden etwas dabei – für Groß und Klein, Alt und Jung.


gemeinsame Zeit im Adventskalender
Gemeinsame Zeit im Adventskalender


Ideen zum Befüllen des Adventskalenders mit Zeitgeschenken


Ich verrate dir, mit welchen Geschenken ich in der Vergangenheit unseren Adventskalender befüllt habe:

  • eine schöne Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen
  • ein besonderes Gedicht
  • Karten für das Weihnachtstheater im Nachbarort
  • Gutschein für einmal Zuckerwatte auf dem Weihnachtsmarkt
  • Taschenlampenspaziergang am Abend
  • selbstgemachte Bonbons oder Schokolade
  • Schlittschuhlaufen gehen
  • Plätzchen backen (mit besonderen Zuckerperlen zur Verzierung)
  • Bienenwachskerzen drehen
  • selbstgenähtes Duftkissen mit Lavendel für himmlische Träume
  • gemeinsam Weihnachtskarten basteln und schreiben
  • Fenster mit Kreidestiften weihnachtlich bemalen
  • Vorleseabend im Kerzenlicht
  • Weihnachtsgeschenkpapier basteln
  • Brief an den Nikolaus, Weihnachtsmann oder das Christkind schreiben
  • gemeinsam Weihnachtslieder singen und anschließend Plätzchen essen
  • Brief mit schönen gemeinsamen Erinnerungen aus diesem Jahr
  • ein selbstgebasteltes Lesezeichen für kleine und große Leseratten
  • Strohsterne für den Weihnachtsbaum basteln
  • kleine Experimente, wie z.B. einen spuckenden Vulkan aus Backpulver und Zitronensäure
  • ein Lebkuchenherz mit Zuckerguss verzieren oder ein Lebkuchenhaus backen
  • Bratäpfel braten
  • Kinoabend daheim mit einem weihnachtlichen Film
  • eine Fuß- oder Rückenmassage
  • Wunschzettel schreiben
  • eine selbstgestrickte Wollmütze für kalte Wintertage, natürlich in den Lieblingsfarben
  • ein Besuch im Tierheim, bei dem gesammeltes Tierfutter gespendet wird (meine Kinder lieben Tiere. Ganz nebenbei lernen sie, etwas Gutes zu tun.). Möglich ist es auch, die selbstgebackenen Plätzchen bei der Tafel abzugeben oder neuwertiges Spielzeug an Flüchtlingsheime zu spenden und persönlich abzugeben (alles natürlich nur nach entsprechender Absprache mit den Einrichtungen)


Da wäre noch dieses besondere Geschenk


Was bei uns in keinem Jahr fehlt, sind die Liebesbriefe, die ich individuell für jedes Kind schreibe. Darin erzähle ich, warum mein Kind für mich das Wertvollste im Leben ist, was ich an ihm besonders mag und welche Talente und Eigenschaften es auszeichnen. Ich finde, dass man diese Liebe nicht oft genug zeigen kann, damit Kinder sie tief in ihrer Seele abspeichern und davon ihr Leben lang zehren können.

Unsere Adventskalender sind für uns ein wichtiger Bestandteil in der Adventszeit geworden. Sie haben uns schon viele Erinnerungen beschert, an die wir gerne zurückdenken. Die Zeitgeschenke sorgen aber auch für Entschleunigung in einer sonst sehr hektischen Zeit.

Kommt es nicht letztendlich genau darauf an: in der Adventszeit zur Ruhe zu kommen und sich auf das zu Besinnen, was im Leben wirklich wichtig ist…..?


In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du in diesem Beitrag viele Ideen findest, die du dir helfen eine wunderschöne Adventszeit zu verbringen. Und falls du noch keine Glücksliste für den Advent hast, dann habe ich noch einige Vorschläge für dich.

Herzliche Grüße von

Tanja

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