Glück

Virusalarm – Meine Wochenlieblinge am 07.03.20

Meine Wochenlieblinge: Über den Virusalarm, fellige Freunde, einen Blackout und lockige Zeiten.

(Enthält unbezahlte/unbeauftragte Werbung und Verlinkungen)

Keine Sorge, bei uns ist kein Coronavirus ausgebrochen. Wir sind alle gesund! Dennoch stand diese Woche fast komplett unter dem Thema Corona. Die ganze Welt scheint sich um dieses Virus zu drehen und auch vor meinem Leben hat es keinen Halt gemacht. Es ist nicht die Krankheit, die mir Sorge macht. Es ist das Verhalten meiner Mitmenschen!

Ich sage nur: Hamsterkäufe! Sicher warst du in den letzten Tagen auch im Supermarkt und weißt sofort, wovon ich spreche: leere Regale, Kunden, die einen Einkaufswagen voller Konserven nach dem anderen aus dem Markt fahren, Lastwagen, die am späten Abend noch einmal zwei Fuhren mit neuen Lebensmitteln bringen…

Ich frage mich: wie lange geht dieser Wahnsinn weiter? Wo lagern die Menschen all diese Vorräte? Werden wir im Sommer alle nur noch Nudelsalat essen, weil die Vorratskammern wieder geleert werden müssen? Gibt es in diesem Land auch nur einen Haushalt, in dem diese Woche keine Tomatensoße gekocht wurde?

Ich gestehe, dass meine Fragen etwas ironisch sind, doch ich bin diese Panik müde. Sicher, der Virus ist gefährlich, gewisse Hygienemaßnahmen sollte jeder Mensch beachten (die galten aber auch schon lange vor dem Coronaalarm!) und einen Notvorrat mit haltbaren Lebensmittel sollte in jedem Haushalt vorhanden sein.


Virusalarm Glücksfinderin
Virusalarm…


Lieblingslektüre: „Blackout Island“ von Sigríður Hagalín Björnsdótti. Wenn schon in Panik geraten, dann wenigstens richtig. Daher habe ich mir diese Woche bewusst dieses Buch ausgeliehen.

Zum Inhalt: eines Tages wachen die Menschen in Island auf und haben keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Es funktioniert weder das Internet, noch das Radio oder gar das Telefon. Losgeschickte Schiffe und Flugzeuge verschwinden spurlos vom Radar. Niemand weiß, ob es die Außenwelt noch gibt. Doch um die Frage, warum der Kontakt abgebrochen ist, geht es nicht.

Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Können sich die Isländer selbst versorgen? Was machen die Menschen, wenn es keine Medikamente mehr gibt. Wie verbringt man seinen Tag, wenn die tägliche Arbeit überflüssig wird (wer braucht noch Börsenmakler, wenn es keine Börse mehr gibt)? Die wichtigste Frage ist jedoch: Was passiert, wenn die Lebensmittel knapp werden und von den 350 000 Einwohnern nur noch 200 000 ernährt werden können?

Was so unspektakulär beginnt, endet in eine Katastrophe. Ich möchte nicht zu viel verraten, doch das Buch hat mir eine schlaflose Nacht beschert, denn es gibt keine Antworten, dafür viele Fragen. Ich habe keine Angst vor einem Blackout in Deutschland, aber ich merke, dass das „Was wäre, wenn…“ in mir arbeitet. Gleichzeitig spüre ich eine tiefe Dankbarkeit, dass es mir in meinem Leben so gut geht und ich mir um viele Dinge keine Sorgen machen muss.


Lieblingsessen: Auf der Arbeit haben wir diese Woche den Rentenbeginn einer lieben Kollegin gefeiert. Beim gemeinsamen Frühstück gab es leckere Wraps, die mit Möhren, Rucola und Käse gefüllt waren. Lecker, lecker, lecker!


Mein Glücksmoment

Mein Glücksmoment war der Augenblick, als ich meine zwei Fellpfoten dabei beobachten konnte, wie sie sich ihr Frühstück miteinander geteilt haben. Da soll noch einmal jemand sagen, dass Katze und Hund keine Freunde werden können.


Freunde: Hund und Katze
Freunde: Hund und Katze


Worüber ich diese Woche geschrieben habe

In dieser Woche habe ich „7 Glücksfragen an Jeanne vom Blog „IdeenMuckla“ gestellt. Ihre Antworten sind interessant. Ich finde es faszinierend zu erfahren, was andere Menschen als Glück erfahren und welche Wege sie gegangen sind, um zu wissen, was sie glücklich macht.

In dem Beitrag „Fastenzeit – und auf was verzichtest du so?“ habe ich das Thema Fasten aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Wie stehst du zum Fasten? Ist das für dich ein Thema?


Meine Kraftquelle

Hört sich vielleicht erst einmal merkwürdig an, aber meine Kraftquelle sind in dieser Woche definitiv meine Haare. Von Natur aus sind sie ja wie Kraut und Rüben. Die Deckhaare sind glatt, die Unterhaare lockig. Weil es im Alltag einfacher ist, habe ich sie meist geglättet. Gut ist das für die Haare natürlich nicht. Daher musste ich nicht lange überlegen, als ich diese Woche von der Curly Girl Methode gelesen habe. Also trage ich meine Haare nun lockig und bin gefühlt ein ganz anderer Mensch. Irgendwie lockiger…verstehst du, was ich meine? 🙂


Wie war deine Woche? Hast du etwas Besonderes erlebt oder war es eine „ganz normale“ Woche?


Herzliche Grüße von

Tanja


Die Wochenlieblinge sind verlinkt mit: Samstagsplausch und Fräulein Ordnung.

11 Comments

  • Sheena

    Liebe Tanja,

    Von dem Gehamster meiner Mitmenschen bin ich mehr als genervt in unserem örtlichen DM bekommst du inzwischen fast nix mehr =( musste gestern in 6 Läden um noch Toilettenpapier zu bekommen. Erst in einem Sonerpostenladen bin ich fündig geworden und hab mir 2 Pack mit je 16 Rollen geholt, der reicht dann aber auch für ca 3 Wochen =)
    Aber wie sich manche aufführen ist nur noch schrecklich, hoffe der Wahnsinn hat bald ein Ende.
    Schönes WE für dich

    LG Sheena

    • Die Glücksfinderin

      Hallo Sheena,
      ich bin da ganz bei dir. Das Hamstern geht mir auch immer mehr auf den Keks. Es wird zwar immer wieder aufgefüllt, doch ich musste jetzt auch schon mehrere Geschäfte aufsuchen, um bestimmte Produkte zu bekommen. So wollten wir z.b. am Wochenende Pizza machen, aber es war kein Mehl mehr zu bekommen!!!

      Ich hoffe sehr, dass sich die Lage bald entspannt und ein „normales“ Einkaufen wieder möglich ist.

      Liebe Grüße von
      Tanja

  • Buchbahnhof

    Guten Morgen, liebe Tanja,
    ja, der Virus, der uns alle verrückt macht. Ich verstehe es nach wie vor nicht und habe mir keine Vorräte angelegt. Mal schauen, wie es da noch weiter geht. Dazu ist dein gelesenes Buch „Blackout Island“ natürlich sehr spannend. Das Buch ist mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen, aber ich werde es mir mal näher anschauen. Für meine Weltenbummlerchallenge würde es gut passen und es hört sich wirklich spannend an.
    Nu wünsche ich dir ein wunderbares, virusfreies Wochenende
    LG
    Yvonne

  • Ursula

    Liebe Tanja,

    mich nervt das ganze um den Virus, in meinen Augen durch die vielen Medien und Möglichkeiten der Informationsquellen schürt das alles… wichtiges gerät in den Hintergrund, es gibt wichtigere Baustelle. Aber es zeigt mal wieder was und wie der Mensch wirklich ist. Und das ist es was mir Angst macht. Und es zeigt, dass wir im Ernstfall überhaupt nicht gewappnet sind. Ich hoffe dass nun diverse Katastrophenpläne überarbeitet werden. Und das ganze zum Anlass genommen wird nachzudenken.

    Durch meinen Weg zum Minimalismus und vegan/vegetarisch geht mir das ganze aber a.. A… vorbei.

    Ganz ehrlich ich stell mir gerade all die Grillpartys im Sommer vor wo es Nudelsalat gibt ……*grins…. ich glaub ich frag dann vorher was es zum essen gibt falls ich mal eingeladen werde….

    Das mit der Fastenzeit hab ich bis heute etwas vergeigt. Man möge es mir nachsehen. Es kam zu viel Leben dazwischen.

    Schönes Wochenende
    LG
    Ursula

  • Pia

    Ich kann die Hamsterei und die Diebstähle von Masken und Desinfektionsmittel überhaupt nicht verstehen. Was bezwecken die Menschen damit? Obendrein vergessen genau diese Leute das gründliche Händewaschen. Ich selber Faste auch nicht, sondern schaue das ganze Jahr auf Saisonale Nahrung und vermeide Überfluss.
    L G Pia

    • Die Glücksfinderin

      Hallo Pia,

      ich kann es auch nicht verstehen. Vermutlich ist es die Panik, die über die Medien verbreitet wird, welche die Menschen so handeln lässt.
      Ein paar Vorräte für den Notfall daheim zu haben, ist sinnvoll, doch das extreme Hamstern lässt mich nur mit dem Kopf schütteln. Ich wünsche dir eine virusfreie Woche.

      Liebe Grüße von
      Tanja

  • Nicole/Frau Frieda

    Hund und Katze fressen bei uns auch nebeneinander, liebe Tanja, nein – es ist noch schlimmer: unsere Hündin frisst nur wenn der Kater frisst… tss! Sie hat da wirklich die Mutterrolle übernommen und sorgt sich um den Kerl. Die Hamsterkäufe finde ich auch merk.. denkwürdig. Besonders die Menschen, die von der „Tafel“ ihr Essen beziehen, tun mir sehr leid. Es ist nichts mehr übrig.. Dir einen wunderbaren Wochenstart, Nicole

    • Die Glücksfinderin

      Hallo Nicole,

      an die Menschen von der Tafel habe ich noch gar nicht gedacht. Stimmt, sie gehen am Ende leer aus. Dazu landen vermutlich in einigen Wochen viele Lebensmittel im Müll, weil zuviel eingekauft wurde und dann überraschend das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist….seufz…

      Wie nett, dass deine beiden Tiere nur zusammen essen! Was für eine besondere Freundschaft.

      Ganz liebe Grüße an dich von
      Tanja

  • Wolfgang Nießen

    Liebe Tanja,
    ich kann gut verstehen, dass die Menschen Vorräte anlegen. Wir haben das zum Teil auch getan, denn im Augenblick geht die Gefahr nicht direkt vom Virus aus, aber die drastischen Maßnahmen, die getroffen werden, sorgen für Unterbrechungen in den Lieferketten und dann stellt sich irgendwann die gleiche Frage wie im Buch, wieviele Menschen können wir selbst ernähren und versorgen. Je nachdem wie lange die Unterbrechungen dauern und wie zahlreich sie sind. Neben Lebensmitteln sind ja auch noch andere Dinge sehr wichtig, selbst Klopapier.
    Das Buch hört sich sehr interessant an und die Fellnasen sind klasse.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  • Jeanne

    Liebe Tanja,
    diese ganze Panikmache lässt mich absolut kalt!! Ich mach da nicht mit. Ganz ehrlich?? Alleine in Deutschland sterben jedes Jahr 10.000e von Menschen an der Grippe. Die ist weitaus gefährlicher als dieser blöde Corona-Virus, Doch soweit bekannt ist, ist doch noch niemand daran gestorben (bis jetzt) Warum dann also diese Massenhysterie? Und warum gab es bisher keine Hamsterkäufe bei der „normalen“ Grippe? Sind die Leute alle komplett „gaga“?
    Wie wäre es denn zur Abwechslung wieder mal mit „Hirn einschalten“?
    Dieser ganze Desinfektionsschwaschsinn schwächt unser Immunsystem nur unnötig. So gesehen, kommt es demnächst also vielleicht doch noch zu Todesfällen. Dann war die ganze Hysterie doch nich umsonst!!
    ABER, du schreibst ja in deinem anderen Post von positivem Denken: ich sehe das Corona-Virus inzwischen positiv: Endlich sind die Restaurants und die Geschäfte und auch die Städte menschenleer! Es lässt sich herrlich bummeln und einkehren! Eine Wohltat ist das! Ich bleib selbst nach Kontakten in der Öffentlichkeit total entspannt. Was ich gegen die Panik mache? Was jeder vernünftige Mensch tut, oder tun sollte: Hände waschen! (aber gründlich) Fertig! Mehr braucht es nicht!
    Ich hab auch lange über diese Hamsterkäufe nachgedacht und musste schmunzelnd feststellen, dass wir durch unsere Lebensweise, die in Richtung Selbstversorgung geht, nicht in Panik geraten müssen. Es gibt kein Clopapier mehr? Wir benutzen eine „Popodusche!. Es gibt kein Mehl mehr? Wir haben immer alle Sorten von Getreide und mahlen es von daher selbst. Und daraus machen wir dann Nudeln, etc…Die Drogeriemärkte werden geplündert? Mir doch egal. Meine „BASICS“ hab ich tatsächlich immer auf Lager, und daraus kann ich alles selbst machen. Ich hab tatsächlich festgestellt, dass ich mir in allen Bereichen selbst helfen kann. Danke dir, liebes Corona!! 😉
    In diesem Sinne: „Live now, and panic later!“
    Liebe Grüße
    Jeanne

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